Märkische All­ge­meine, 7.11.:
Mit Gentle-Blues-Folk begeis­terte das Duo Akeli am Sonn­abend die Gäste im Schloss Grube. Sie schreibt selbst und spielt Klas­si­ker, wovon sich das Publi­kum überzeugen konnte. Musi­ka­lisch knüpft Akeli an die Tra­di­tion der Songs­ter aus den USA der 1920er Jahre an. Ihre sanfte Stimm­lage klingt luf­tig und leicht, so dass ihr einige Zuhörer mit geschlos­se­nen Augen lausch­ten. Die Beglei­te­rin Ricarda Bau­b­kus spielte an dem Abend die Cam­pa­nula, ein sehr sel­te­nes Instru­ment. „Das ist unser zwei­tes Kon­zert in die­ser Gehend hier. Neu­lich spiel­ten wir in Rheins­berg”, sagte Akeli. In ihrem ers­ten Titel „Tum­ble”, was aus dem Eng­li­schen übersetzt tau­meln heißt, ginge es darum, wie man im Frühjahr lostau­melt und jeman­dem vor die Füße fällt – hof­fent­lich. „In der Musik sind nicht nur Blues– son­dern auch viele Folk-Elemente ent­hal­ten”, erklärte Akeli den gespannt zuhörenden Gästen ihr Pro­gramm. „Berlin-Mitte” sei ein Bei­spiel dafür. „Das ist ein Lied über das abge­ris­sene Palast-Hotel in Berlin-Mitte, wo heute der Aqua­dom steht. Unten war ein „Pizza Hut“ drin­nen. Und plötzlich war das Gebäude weg”, erin­nerte sie sich.
„Ich schreibe mit den Jah­ren immer mehr deut­sche Lie­der”, erzählt sie zwi­schen den Lie­dern. So ginge es in „Wun­der­bar” um eine Bar, in der die Leute immer schöner wer­den, je mehr sie trin­ken. Die Gäste applau­dier­ten nach jedem Stück begeis­tert. (Jens Wegner)

 
Das St.Pauli Folk Fes­ti­val sagt:
“Sie selbst bezeich­nen ihre Musik sehr tref­fend als Gentle Folk Blues und war­ten mit deut­schen und eng­li­schen Kom­po­si­tio­nen auf, die so schön sind, wie die gro­ßen Songs von Eliza­beth Cot­ten, und so sanft und inten­siv auf die Bühne gebracht wer­den, als wäre Mis­sis­sippi John Hurt wie­der auf­er­stan­den.“
2016

 
Stutt­gar­ter Stadt­ma­ga­zin:
Eigen­wil­lig, wit­zig, bissle Old School.
2015

 
Im Radio:
Rock­ra­dio Ber­lin, CD-Release BERLIN-MITTE-BLUES (2012)
Sze­ne­sounds, Ber­lin (2013)

 
This is an inter­view in ger­man, that was done by host and mana­ger of a ger­man crowd­fun­ding show. The show’s jingle uses one of Akeli’s songs.

 
 

INTERVIEW MIT MHAIRE STRITTER, MAI 2014

Mhaire Strit­ter: Hallo und will­kom­men zu Shut up and take my money unse­rem For­mat zum Crowd­fun­ding -
und ich muß sagen, ich freu mich gerade sehr, daß wir es end­lich geschafft haben, die Frau, deren Musik ihr bei unserm Intro immer hört, per­sön­lich zu tref­fen, hier in Ber­lin: „Hallo Akeli“

Akeli: Hallo Mhaire!

Ich war damals sehr baff, daß jemand kommt und sagt, hey, wollt ihr nicht meine Musik haben für Eure Show– und zwei­tens, daß es dann auch noch sehr gut war.
Wie kam’s denn, daß Du uns das ange­bo­ten hast?

Erst mal danke schön für das Kom­pli­ment! Ich freue mich auch sehr, Euch end­lich mal zu tref­fen! Ich habe Eure Sen­dung damals durch Zufall gefun­den und fand sie spe­zi­ell und anders als alle ande­ren Computerspiele-Sendungen, die ich bis dahin gese­hen hatte. Und dann war da Euer Auf­ruf etwas zu spen­den, auch Musik. Und da ich bei kei­nem Label bin und auch sonst in kei­ner Weise mit den Songs an irgend­et­was gebun­den wäre, dachte ich, dann spende ich eben Musik. Ich mache sie ja dafür, daß sie gehört und genutzt wird!

Du hast uns Dei­nen „Devil Man“, für den Anfang und das Ende unse­rer Show als Abrun­dung geschenkt… oder zur Ver­fü­gung gestellt, sage ich jetzt mal, nicht geschenkt, son­dern uns die Rechte daran ein­ge­räumt hat, ihn zu nutzen …

Genau, also ein­fach zur Ver­fü­gung stel­len fand ich ok, vor allem auch, weil meine Musik ja auch online zu hören ist, wenn man will, wie­der und wie­der, aber dazu müs­sen die Leute es ja erst­mal fin­den. Und es schien mir, daß ich damit viel­leicht ein brei­te­res Publi­kum errei­che, als alleine auf Face­book oder bei Kon­zer­ten. Außer­dem habe ich es selbst nicht ans Radio gege­ben und bin bei kei­nem Label, also mußte ich mir ja Gedan­ken machen, wie’s in die Welt rauskommt.

Du hast gesagt, Du machst Com­pu­ter­spiele, oder hast auch ‘ne Bezie­hung dazu? Gibt es irgend­ein Genre was Dich beson­ders anspricht? Viel­leicht ist es das Crowd­fun­ding, was Dich inter­es­siert hat, oder sind es viel­leicht beson­ders die Indie­spiele, die Dich anziehen?

Inter­es­sante Frage, also wahr­schein­lich gehöre ich eher in die Ecke der Indie­spie­ler, soweit ich das über­haupt selbst ein­schät­zen kann, denn ich bewege mich nicht wirk­lich in einer „Spieler-Umgebung“, also bekomme ich nicht mit, was unter wel­che Bezeich­nung fällt.
Das erste rich­tige „Game“ war bei mir aller­dings „Obli­vion“, also ein Titel aus der ziem­lich kom­mer­zi­el­len Elder Scrolls — Reihe.
Und das hat mich total umge­hauen, weil es eine tolle Gra­fik hatte, eine rela­tiv kom­plexe und abwechs­lungs­rei­che Geschichte und weil mir das Rum­wan­dern in so einer Spie­le­welt sofort gefiel.
Abge­se­hen von die­sen „Open World“-Spielen, von denen ich noch einige andere aus­pro­biert habe, mache ich inzwi­schen vor allem Point ans Click Games, ob sie jetzt eher „indie“ sind, wie z.B. die von Ama­nita Design, oder eher für ein grö­ße­res Publi­kum gedacht, wie die Mystery-Games mit obli­ga­to­ri­scher Krähe im Set­ting von z.B. Arti­fex Mundi oder Stella Games, ist mir dabei eigent­lich ziem­lich egal, Haupt­sa­che die Geschichte macht Spass und das Visu­elle stimmt.
Abge­se­hen vom sel­ber Spie­len finde ich es auch ein­fach span­nend, die gan­zen Spiel­wel­ten– und Ent­wick­lun­gen in Zei­tun­gen, Maga­zi­nen oder eben in Eurer Show zu ver­fol­gen, wobei mir zuletzt die weib­li­chen Zwerge auf der Hob­bit­con sehr gefie­len, also die Ent­wick­lun­gen im Bereich Cosplay, wo ich den Bezug zurück zur Rea­li­tät schön finde. Naja, Realität :-).

Aber Deine eigent­li­che Lei­den­schaft – rate ich jetzt ein­fach mal – ist trotz­dem die Musik! Wie wür­dest denn jeman­dem, der wie z.B. ich selbst, ein völ­li­ger Laie in Sachen Musik ist, beschrei­ben, was für einen Stil von Musik Du machst?

Also wir nen­nen das offi­zi­ell “GENTLE FOLK BLUES”, ich schreibe meine Songs selbst und spiele dann auch live selbst die Gitarre, daher ist es von der Logik her Sin­ger­song­wri­ter. Es gibt dann außer­dem noch andere Musi­ker dazu, manch­mal im Duo, manch­mal im Trio. Ansons­ten ist es eben am ehes­ten mit Folk umschrie­ben, ein bischen Blues ist dabei, ich würde sagen, es ist ein­fach akkus­ti­sche Live­mu­sik, was ich mache. Bei den Kon­zer­ten spie­len wir vor allem auch nicht das, was auf der EP „Ber­lin Mitte Blues“ zu hören ist, von der ja der „Devil Man“ stammt. Die habe ich zusam­men mit dem Pro­du­zen­ten Paul Pilot gemacht, und das würde ich eher als Pop ein­ord­nen, wobei ich es da mit den Spar­ten und Gen­res auch nicht so habe. Der Unter­schied zwi­schen den Auf­nah­men und den Live­ver­sio­nen war auch ein Grund, warum ich die Auf­nah­men nicht ans Radio gege­ben habe, denn damals hatte sich gerade meine erste rich­tig funk­tio­nie­rende Live­band zusam­men­ge­fun­den, für die ich dann nicht mit Pop­mu­sik „Wer­bung“ machen wollte.

Übri­gens habe ich mich bei der Spende für Eure Sen­dung aus dem Grund für „The Devil Man“ ent­schie­den, weil in dem Jahr, wo ich Euch ent­deckt habe, ich glaube es war 2012 (?), gerade DIABLO III ver­öf­fent­licht wor­den war, und das schien mir pas­send, um die Inhalte von „Shut up and take my money“ mit dem Song in Ver­bin­dung zu bringen.

Und dabei kommt gerade auch in Arbeit wie­der ein neues Album her­aus.
Wir dür­fen vorab schon mal rein­hö­ren, in das Album. Hast Du schon­mal dar­über nach­ge­dacht, ob Crowd­fun­ding eine Mög­lich­keit wäre, das zu finan­zie­ren, auch ‘ne Platte zu pres­sen, gerade wenn man inde­pen­dent arbeitet?

Ja, ich habe das über­legt, bin jedoch nicht wirk­lich der Typ dafür, da ich fast alles selbst mache, und sol­che Cam­pa­gnen ja schon gut durch­dacht sein müs­sen: man braucht einen Film, eine gute Staf­fe­lung der „Preise“ und schöne Givea­ways, man muß Upda­ten und die Sache über die sozia­len Netz­werke publik machen. Und dafür habe ich nicht die Zeit und auch nicht wirk­lich das Händ­chen, glaube ich. Span­nend ist das schon und ich kenne auch meh­rere Musi­ker und Bands, bei denen es geklappt hat. Aber wie gesagt ist das auch per­so­nen­ab­hän­gig, denke ich!

Wo fin­det man Dich denn, wenn man Dich mal live hören will?

Akeli: Da ich in Ber­lin wohne, schon seit der Grund­schule, fin­det man mich haupt­säch­lich hier, in klei­nen und grö­ße­ren Clubs und Bars und Cafés. Ich habe auch schon auf Fes­ti­vals gespielt, bei Brun­ches, auf Ver­nis­sa­gen, auf Gar­ten­par­ties, live zu Stumm­fil­men, alles zu sei­ner Zeit… … und so kann man uns auch buchen, natür­lich. Am aktu­ells­ten steht es immer auf der Web­seite www​.akeli​.info.

Mhaire: vie­len Dank, wir trin­ken hier noch gemüt­lich unse­ren Kaf­fee zuende, vie­len Dank für’s Reinschauen!

 

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